St Joseph's Shelter of Hope in Kenia
Nahezu jeder zehnte Kenianer ist HIV-positiv, das sind mehr als 3 Millionen Menschen. Mehr als 650.000 Kinder haben bereits ihre Mutter oder beide Eltern durch AIDS verloren. Die Grundkenntnisse über Hygiene sind mangelhaft – einfache Regeln wie das Händewaschen nach dem Toilettengang sind häufig nicht bekannt. Viele Menschen verrichten ihre Notdurft im Freien, weil es schlichtweg an Latrinen mangelt. Die medizinische Grundversorgung lässt insbesondere auf dem Land nahezu alle Wünsche offen.
Der Bedarf an lebenswichtigen, vor allem auf die Bedürfnisse abgestellten Medikamenten übersteigt unsere Möglichkeiten der Unterstützung bei weitem und kann bei realistischer Betrachtung nur durch große, erfahrene Hilfsorganisationen geleistet werden, die sich mit der Problematik auskennen und über ausreichend Gelder für einen sinnvollen Arzneimitteleinsatz verfügen.
Deshalb werden in den Gesundheitszentren, Dorfhospitälern und Apotheken der St. Josef Schwestern die geschulten Helfer größtenteils zur ambulanten Behandlung eingesetzt. Bei Hausbesuchen werden erforderliche Pflegemittel mit Hinweisen zur weiteren sachgemäßen Anwendung verabreicht und Tipps auf Einhaltung von Hygieneregeln im Alltag gegeben.
Überwiegend aus den Erlösen des "Landauer Hungermarsches" entstand in den letzten Jahren unter der Leitung der äußerst engagierten Sr. Genovefa, eine enge Freundin von Hermann Marx, das St. Joseph's Shelter of Hope Center in Voi. In dieser Art Tagesklinik versorgt sie seit Mitte 2000 mit einem kleinen Team HIV-infizierte Menschen und ihre Angehörigen. Zeitweise unterstützt durch einen ortsansässigen Arzt und einige wenige Selbsthilfegruppen geben die Schwestern den Patienten Tipps zur Prophylaxe und Weiterbehandlung.
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Aidszentrum St. Joseph's Shelter of Hope in Voi |
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